Landrat Thorsten Stolz und Jutta Straub besuchen die Kinder- und Jugendfarm in Maintal

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion besuchen gemeinsam mit Landrat Thorsten Stolz und der Vorsitzenden des Kreissozialausschusses, Jutta Straub, die Kinder- und Jugendfarm in Maintal

Etwas versteckt, abseits der Hanauer Straße in Maintal, liegt die Kinder- und Jugendfarm. Vor sechs Jahren wurde der Verein gegründet und vor vier Jahren wurde ihm von der Stadt Maintal ein großes, anfangs verwildertes, Grundstück zur Verfügung gestellt, das die Vereinsmitglieder nach und nach zu einem naturnahen Kleinod hergerichtet haben. Die erste Vorsitzende des Vereins, Iris Kunde, ist Fachkraft für Streuobstwiesen und Erzieherin an einer Kindertagesstätte in Maintal und erklärt den Besucherinnen und Besuchern der SPD-Kreistagsfraktion, das Konzept des Vereins: „Wir möchten Kindern und Jugendlichen in erster Linie ermöglichen, spielerisch, ohne Leistungsdruck und mit Spaß Natur und Umwelt zu erleben und zu erkunden. Ökologisches und klimaneutrales Handeln stehen dabei an erster Stelle. Die Kinder können sich bei uns selbst erfahren durch Ausprobieren, ihre eigenen handwerklichen Fähigkeiten kennenlernen, säen, anpflanzen, ernten und verarbeiten im Nutzgarten oder einfach das machen, wozu sie gerade Lust haben – klettern, fangenspielen oder auch genüsslich matschen. Diese bodenständigen Tätigkeiten sorgen dafür, dass sich alle auf ihre Art verwurzeln und damit ein Stück Heimat finden können. Beeinträchtigte Kinder und Jugendliche haben ebenso die Chance gleichberechtigt und selbstbestimmt im offenen Platzbetrieb aufgenommen zu sein. Unsere ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer helfen und unterstützen alle Besucher in ihrem Tun, sofern es notwendig und gewünscht ist. In erster Linie sind es allerdings die Kinder, die ihre Kreativität ausprobieren können und auch bei geplanten Projekten jederzeit Mitsprache- und sogar ein Vetorecht haben. Kinder ab sechs Jahren dürfen ohne Begleitperson bei uns bleiben. Wir stellen jedoch fest, dass auch ihre Mütter, Väter und ältere Generationen gerne bei uns sind. Sie nutzen die Zeit, in der ihre Kinder sich beschäftigen, um in unserer idyllischen Anlage einfach die Natur zu genießen und sich auszutauschen“, erklärt Iris Kunde.

Geöffnet ist die Kinder- und Jugendfarm von März bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags in der Zeit von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Etwa 40 bis 60 Kinder kommen während der Öffnungszeiten zum Spielen, sonntags sogar noch einige mehr. In den Oster- und Herbstferien gibt es ebenfalls Öffnungstage und jeden zweiten Sonntag im Monat von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr bietet der Verein für Kinder ab 6 Jahren ein Naturforschertreffen an. Darüber hinaus besteht für Mitglieder ganzjährig die Möglichkeit außerhalb der Öffnungszeiten die Farm für Kindergeburtstage und verschiedene Events zu mieten. Für Nichtmitglieder besteht im Rahmen der Öffnungszeiten diese Möglichkeiten auf dem Gelände, wo es zwar Strom, aber kein fließendes Wasser gibt, zu feiern. Eine Mitgliedschaft kostet 40 Euro pro Person und 60 Euro für eine Familie im Jahr. Der Verein gehört zum Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V. Durch regelmäßigen Austausch bei den jährlichen Arbeitstreffen entstehen neue Ideen, aber auch Hilfestellung wird gegeben, wenn es mal irgendwo hakt.

„Seit vergangenem Sommer bieten wir auch Ferienspiele an. Eine Woche lang nutzen 20 bis 30 Schülerinnen und Schüler unser Areal und werden von vier Betreuern dabei begleitet. Unterstützt werden wir von der Stadt Maintal, die die Personalkosten trägt und auch für eine kleine Aufwandsentschädigung für unsere ehrenamtlichen Helfer aufkommt. Ansonsten finanzieren wir uns ausschließlich durch Spenden und eben die Mitgliedsbeiträge. Nach und nach – je nachdem, was wir uns finanziell leisten können – wollen wir das Farmgelände weiter ausbauen. Wir träumen davon, bald auch Kleintiere, wie Hühner, Gänse oder Enten halten zu können. Bis dahin gibt es bei uns ein wild lebendes Frettchen, Bienen, Schmetterlinge und auch Eidechsen, die sich gerne auf den Steinen unserer Kräuterschnecke sonnen, zu beobachten. Gerne würden wir auch unsere Öffnungszeiten ausweiten, aber dafür benötigen wir die entsprechende Manpower und die finanziellen Mittel, weshalb wir bei jeder sich bietenden Gelegenheit für unseren Verein werben, um neue Mitglieder zu rekrutieren“, berichtet die Vereinsvorsitzende.

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ließen es sich natürlich nicht nehmen, von den anwesenden Betreuerinnen durch das zauberhafte Gelände geführt zu werden und wunderschöne Ecken zu erkunden. „Sie haben hier eine kleine Idylle geschaffen in der gerade Stadtkinder in eine andere Welt eintauchen können, ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich auch mal richtig schmutzig machen dürfen. Freies Spiel ist so wertvoll für die Kinder und in unserem strukturierten und teilweise reglementierten Alltag leider nicht mehr allzu oft möglich. Wir werden die Werbetrommel für Sie rühren und kommen gerne wieder!“, versichert die Kreissozialausschussvorsitzende Jutta Straub am Ende des Besuches.

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